Elterngeld

Die Große Koalition unter Bundeskanzlerin Merkel nennt es das "Glanzstück des 1. Regierungsjahres".

Für die technische Umsetzung wurden die bisherigen Erziehungsgeldkassen in Elterngeldkassen umbenannt. Sie verbleiben bei den Ämtern für Familie und Soziales (im Falle von Bischofsheim ist das Amt in Darmstadt zuständig).

Da die Berechnungsbasis das Einkommen der letzten 12 Monate ist, ist der Verwaltungsaufwand größer, als beim Erziehungsgeld, allerdings wird so auch eine größere Gerechtigkeit erreicht.

Ein maßgeblicher Unterschied zwischen den beiden Konzepten ist die Zielrichtung:

Beim Erziehungsgeld sollte die Aufzucht von Kindern honoriert werden und eine Entschädigung für's Fernbleiben vom Beruf gegeben werden.

Beim Elterngeld handelt es sich um eine Lohnersatzähnliche Leistung mit dem Ziel die Geburtenrate zu erhöhen.

Die Bezüge sind insgesamt höher, als früher.

Aus dem Elterngeld resultierte eine Zahlung von maximal 300 EUR monatlich bei einer Bezugsdauer von höchstens einem Jahr. Diese Höhe wurde jedoch nur erreicht, wenn das Jahreseinkommen unter 27.000 EUR lag.

Das Elterngeld wird 67 % des letzten Einkommens betragen und für 12 bis 14 Monate in voller Höhe ausbezahlt. Sonstige Leistungen werden nicht angerechnet, mit Ausnahme des Mutterschutzgeldes. Bei Einkommen unter 1000 EUR wird der Bezug um 1 % für jeweils 2 EUR unter 1000 EUR erhöht.

Um die vollen 14 Monate zu erreichen, muss auch der Partner 2 Monate beim Kind bleiben (bei Alleinerziehenden natürlich nicht).

Die Bezugsdauer kann allerdings auf bis zu 28 Monate verlängert werden, indem man weiter in Teilzeit arbeitet.

Gelten wird die neue Regelung für alle Kinder, die nach dem 1.1.2007 geboren werden.

Der Mindestbetrag liegt bei 300 EUR und der Höchstbetrag bei 1800 EUR. Für ein 2. Kind gibt es 300 EUR extra und bei rascher Geburtenfolge wird es noch eine Zulage geben.

Es ist ein Gesamtvolumen von 4 Milliarden EUR im Bundesetat eingestellt.

Weitere Informationen unter

www.familienatlas.de

www.sozialnetz.de

www.sozialministerium.hessen.de

0641 3034444 Hotline d. hess. Landesregierung

Zeitgleich werden in zwei hessischen Städten für die kommenden 10 Jahre eine besondere Familienförderung betrieben, um zu zeigen, wie eine starke Familienpolitik den Wachstum und den Zuzug in die Kommunen verbessert. Dieses Projekt firmiert unter dem Begriff "Familienstadt der Zukunft"