(-; Gammelwasser ;-)

aus der Mainspitze 06.10.2006

Trockenen Stoff bot die jüngste Gemeindevertretersitzung. Für Heiterkeit sorgte allerdings die CDU-Fraktion. Zum wiederholten Mal wies Dr. Irene Krauß-Kalweit darauf hin, dass das Wasser, das den Gemeindevertretern auf den Tisch gestellt wird, das Verfallsdatum überschritten hat. Die SPD stellte hingegen fest, dass ihr Mineralwasser jüngeren Datums sei. Gemeindevertretungsvorsteher Hugo Berg (SPD) versprach für die Zukunft die Gleichbehandlung aller Fraktionen, was ihm die Lacher auf seiner Seite brachte.

aus dem Echo 06.10.2006

BISCHOFSHEIM. Zum zweiten Mal in dieser Sitzungsrunde sah sich die CDU Gefahr für Leib und Leben ausgesetzt: Auf ihren Tischen im Palazzo stand „Gammelwasser“.

Irene Krauß-Kalweit hatte schon in der Sitzung des Umweltausschusses vor zwei Wochen darauf hingewiesen, dass die bereitgestellte Wasserflasche am 7. Juli 2006 abgelaufen war.

Vorgestern Abend in der Gemeindevertretung sah sie sich einer Flasche gegenüber, die sogar noch einen Monat früher abgelaufen war. Sie ermahnte die Verwaltung, doch künftig aufs Verfallsdatum zu achten. Das stehe schließlich nicht ohne Grund auf der Flasche.

Es war nicht die einzige Panne des Abends. Gemeindevertretervorsteher Hugo Berg stellte fest, dass die falsche Anwesenheitsliste vorlag, nämlich die aus dem Haupt- und Finanzausschuss. Deshalb mussten die Fraktionen Zettel mit den Namen ihrer anwesenden Mitglieder beschriften. Im Protokoll einer vorangegangenen Sitzung war eine Abstimmung falsch festgehalten, was Gunter Schneider (SPD) auffiel. Hugo Berg rügte, dass die Antworten auf vorab eingereichte Anfragen nur in einem Fall schriftlich vorlagen, in drei anderen Fällen nicht. Er erinnerte daran, dass im Ältestenrat vereinbart worden war, schriftlich zu antworten, und bat darum, das künftig wieder zu beherzigen.

Schließlich wies er noch auf eine Sondersitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Mittwoch (11.) hin. In dieser Sitzung sollen die Punkte behandelt werden, die das Gremium beim letzten Mal nicht geschafft hat. Die Einladungen sollten eigentlich vorgestern Abend verteilt werden. Warum sie nicht vorlagen, konnte an diesem Abend nicht geklärt werden.

Irritationen verursachte auch eine Aufforderung der Verwaltung an die Fraktionen, Vertreter für eine Arbeitsgemeinschaft Natur- und Waldkindergarten zu benennen. Eine erste Sitzung sei für den 10. Oktober angesetzt. An dem Tag liege parallel die Sitzung des Vereinsrings, merkte SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrike Steinbach an.

Hugo Berg wunderte sich: Im Fachausschuss sei beschlossen worden, das Thema weiter im Ausschuss zu behandeln. Der Termin wird nun erst mal ausgesetzt. Ansonsten verlief die Sitzung unspektakulär. Der Ausbau der Kindertagesstätte Schulstraße wurde beschlossen, ebenso die Vergabe der Straßenbauarbeiten im Baugebiet Wingertspfad und die Fortschreibung des Wirtschaftsplans dafür. Die Neufassung der Hauptsatzung der Gemeinde verwiesen die Fraktionen zurück in den Hauptausschuss. Da besteht noch Diskussionsbedarf.

Unsere Meinung

Natürlich gehen wir davon aus, dass es sich nur um einen Zufall handeln kann, nichtsdestotrotz möchten wir die Verantwortlichen der Gemeinde darum bitten in Zukunft sicherzustellen, dass es sich nicht wiederholt. Zweifellos wäre das eine kreative Methode unbequeme Zeitgenossen loszuwerden, aber Konkurrenz hat noch jeden Wettbewerb belebt. :-)