CDU nominiert Bächle-Scholz

JHV mit Mitgliederehrung

28.11.2012

Anlässlich der diesjährigen Jahreshauptversammlung der CDU Bischofsheim gab es viel zu feiern. Für jeweils 40jährige Mitgliedschaft wurden der Fraktionsvorsitzende Helmut Schmid und das frühere Mitglied der Gemeindevertretung Dorothea Hofmann geehrt.

Bei Überreichen der Ehrenurkunden und Anstecknadeln erinnerte die Ortsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Sabine Bächle-Scholz an die großen Verdienste, die sich beide im Laufe ihrer langen politischen Laufbahn um Politik und Bevölkerung erworben haben.

Hofmann, so Bächle-Scholz hätte sie immer als kluge und bedächtige Stimme in der Gemeindevertretung wahrgenommen, für die es nicht nötig gewesen sei, ihrer Meinung durch hohe Lautstärke Gehör zu verschaffen. Vielmehr hätte sie gerade mit ihrer ruhigen und bedächtigen Art wichtige Impulse in einer politisch oft schwierigen Zeit gesetzt. Eine Zielstrebigkeit und Beharrlichkeit die schon beim Eintritt in die CDU 1972 in der damals eher SPD-geprägten Gesellschaft zum Ausdruck gekommen sei.

Beim Fraktionsvorsitzenden Helmut Schmid verwies Bächle-Scholz in ihrer Laudatio darauf, dass die CDU Bischofsheim in ihrer heutigen Form vor allem auch sein Verdienst sei. „Schmid und Kleinz sind damals von Haus zu Haus gegangen und haben Mitglieder gewonnen. Viele von ihnen sind noch heute aktiv und geben der CDU ihr Gesicht. Auch mich selbst warb Helmut Schmid für die CDU und ich habe die Entscheidung nie bereut. Er flößte mir viel Vertrauen ein und hat diesen Eindruck bis heute immer wieder bestätigt“, lobte die Vorsitzende die offene und aufrechte Art Schmids.

Dieser nutzte die Gelegenheit die warmen Worte ebenso zu warm zu erwidern, als er hervorhob, dass mit Bächle-Scholz erstmals eine Bischofsheimerin die Interessen des Wahlkreises in Wiesbaden vertrete. Hierbei, so Schmid, überzeuge sie durch ihr souveränes Auftreten und habe ihm insbesondere dadurch imponiert, wie schnell sie sich in die vielen neuen und komplexen Themen eingearbeitet habe. Dies, so Schmid, sei jedoch keine Überraschung gewesen, denn bereits in der Zeit, als sie seine Schülerin in Mainz gewesen sei, habe er ihre Fähigkeiten erkannt und gefördert.
Er verwies des Weiteren auf ihre Erfolge für die Orts- und Kreispartei. Bächle-Scholz, so stellte er fest, habe mehrere hochkarätige Redner für Veranstaltungen gewinnen können und erfolgreich den Kontakt zu den Bürgern gesucht, sei es beim Eisernen Steg oder beim Thema Bahnlärm.
„Eine besondere Qualität der Abgeordneten ist es, aufgrund ihres beruflichen Werdegangs in der Sozialverwaltung, Menschen das sichere Gefühl geben zu können, dass man sich ihr anvertrauen kann. Sie meint es ehrlich und ist auch in der Lage mit Menschen, die nicht der Politik im Allgemeinen oder der CDU im besonderen nahe stehen, in ein offenes Gespräch einzutreten“.
Eine Fähigkeit, darauf wies er ausdrücklich hin, die besonders bei einem knappen Wahlkreis wie dem unseren, außerordentlich wichtig sei. „Die Amtsinhaberin Sabine Bächle-Scholz ist eine Kandidatin mit hoher Glaubwürdigkeit und eine engagierte Wahlkämpferin. Mit ihr hat die CDU eine gute Chance diesen Wahlkreis direkt zu gewinnen. Direktwahlen sind immer auch Persönlichkeitswahlen und auf diesem Feld ist die Amtsinhaberin ohne Frage die beste Kandidatin, die sich die CDU wünschen kann“.

Der nach diesen Sätzen spontan aufbrandende Beifall nahm die folgende Abstimmung vorweg, bei der Bächle-Scholz von den Mitgliedern der CDU Bischofsheim einstimmig zur Kandidatur für den Landtag aufgefordert wurde.

Bei ihren Berichten gingen Bächle-Scholz als Orts- und Helmut Schmid als Fraktionsvorsitzender auf die Aktionen und Initiativen des vergangenen Jahres ein. Beide hoben hervor, dass es mehr als betrüblich sei, dass der kommunale Schutzschirm von SPD und GALB abgelehnt worden war. „Die Kommune steuert direkt auf die Pleite zu und die Mehrheit in der Gemeindevertretung weigert sich dennoch die Segel zu streichen oder wenigstens den Kurs zu ändern. Klar ist, dass es nicht mehr lang gut gehen wird und mit dieser Entscheidung die vermutlich letzte Chance der Gemeinde ihre Finanzen in Ordnung zu bringen, vertan wurde“, drückte Bächle-Scholz ihr Bedauern aus.

Schmid legte in seiner Rede der SPD in Bischofsheim nahe nicht nur in der Finanzpolitik, sondern insgesamt ihren Kurs zu ändern. „Es gibt Gründe, weshalb bei manchen Parteien das Führungspersonal häufiger wechselt, als bei anderen. Gut tut diese Inkonsistenz in der Führung nur selten“.