Jahreshauptversammlung CDU Bischofsheim

Lob für Wahlergebnis – Kritik für SPD


Bischofsheim. Viel zu bejubeln hatte die CDU Bischofsheim auf ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Poseidon. Die neue und alte Vorsitzende Sabine Bächle-Scholz berichtete über die erfolgreiche Landtags- und Bundestagswahl, bei der alle Direktmandate im Kreis Groß-Gerau erneut an die CDU gegangen waren.


„Wir haben uns im ganzen Kreis die Hacken wund gelaufen und bis weit in den Wahlsonntag hinein um die Stimmen der Menschen gekämpft. Dieser Einsatz wurde belohnt, ebenso wie die engagierte Arbeit der CDU für die Menschen in unserem Land“.
Nun, so Bächle-Scholz weiter, gelte es den Auftrag zur Regierungsbildung umzusetzen und mit einer stabilen Mehrheit Deutschland und Hessen weiter voranzubringen. 


Neben dem Bericht über die zahlreichen Veranstaltungen in 2013 gab sie einen Ausblick auf 2014, das von der Europawahl im Mai geprägt sein werde. Daneben sollen die erfolgreichen Formate der Stammtische, des Neujahrsempfangs und des Zwibbelkuchefests fortgeführt werden und ebenso die stetig wachsende Zusammenarbeit mit den Parteifreunden aus Ginsheim-Gustavsburg. Nächster offizieller Termin, so Bächle-Scholz sei ein Stammtisch zu den Bürgerhausplänen am 06.11. um 19:30 Uhr.


Der Fraktionsvorsitzende Helmut Schmid kritisierte in seinem Bericht die Verschwendung von Steuermitteln durch die SPD und Bürgermeisterin Steinbach. „In einer Gemeinde, die zu den ärmsten in ganz Hessen kann den Neubau eines Bürgerhauses für mehrere Millionen Euro anzustreben nicht plausibel erklärt werden. Statt mit Augenmaß das Notwendige zu tun und eine funktionserhaltende Sanierung ins Auge zu fassen wird nur eine unnötige und unbezahlbare „Große Lösung“ betrieben“. Ausdrücklich lobte Schmid den Aufruf zu einem Bürgerbegehren. „Wir sprechen hier über Ausgaben etwa in Höhe eines Jahreshaushalts. Da müssen die Bürger mitreden können“.


Der stellvertretende Vorsitzende Ingo Kalweit, der für 10jährige Mitgliedschaft geehrt wurde, schlug in die gleiche Kerbe und kritisierte darüber hinaus die Bürgermeisterin Ulrike Steinbach für ihre Amtsführung. „In einem fort bekommt sie von uns Impulse etwas zu tun. Neue Wohnbaugebiete, Gedenken an den 17. Juni, die Einrichtung eines Ratsinformationssystems, religionskonforme Bestattung für Muslime. Jedesmal scheint sie danach in hektische Aktivität zu verfallen, um kurz darauf das Thema einschlafen zu lassen. So kann man die Gemeinde nicht nach vorne bringen“.


Bei den Vorstandswahlen wurde Bächle-Scholz bestätigt. Ebenso keine Änderung gab es bei den Stellvertretern (Ines Claus, Ingo Kalweit), dem Kassierer (Bernd Roos) und dem Schriftführer (Simon Kanz). Für die nicht mehr angetretenen Beisitzer Uwe Solinger und David Richter, denen Bächle-Scholz in ihrer Rede dankte, rückte Michael Schad nach, der zusammen mit Georg Baumann, Klaus Guthmann und Sebastian Schmitt den Vorstand vervollständigt.