Ungerechtigkeit beseitigt – Zulage für alle im Bürgerservice beschlossen


Aufgrund hohen Krankenstandes müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bürgerservice derzeit deutliche Mehrarbeit leisten. Die Gemeindevertretung beschloss bereits in der vorhergehenden Sitzung sie hierfür finanziell zu honorieren. Die Bürgermeisterin, die eine Nullrunde für die Mitarbeiter gefordert hatte, behauptete dabei, die Zulage könne nicht für im Bürgerservice tätige Beamte geleistet werden.

Während der Diskussion eines CDU-Antrages, der das Ziel verfolgte, diese Ungerechtigkeit zu beseitigen, schlug die SPD einen Weg vor, der auf jeden Fall gangbar sein wird. Dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen.

In seltener Einmütigkeit hat die Gemeindevertretung hier zugleich den Mitarbeitern der Verwaltung sowie den Bürgern gedient und die Unkenntnis der Bürgermeisterin über deren eigenen Tätigkeitsbereich offenbart.

Diese gab zu keinem Zeitpunkt ihren rechtlich falschen und ihren Mitarbeitern gegenüber unfairen Standpunkt auf. Stattdessen musste sie - diesmal sogar mit Hilfe der SPD - zur Erfüllung ihrer Aufgaben gezwungen werden.

„Ein Bürgermeister muss immer auch die Belange derjenigen im Blick haben, die für die Gemeinde tätig sind. Ideen, wie man diese unterstützen kann, sollte er aufgreifen und nicht gegen sie arbeiten. Die Bürgermeisterin hat hier die Situation rechtlich falsch eingeschätzt und sich offensichtlich auch nicht mit ihren Mitarbeitern beraten. Wie die Diskussion offenbarte, wussten diese, dass ihre Chefin falsch liegt. Diese wollte es aber augenscheinlich nicht hören. Dadurch, dass sie nun durch ihre eigenen Genossen brüskiert wurde, indem diese ihr offen widersprachen, offenbart sich, wie allein sie dasteht“, konstatierte CDU-Fraktionsvorsitzender Ingo Kalweit.