100 Tage im Amt - Was nun?

Der Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion in Bischofsheim Helmut Schmid zieht nach den ersten 100 Tagen eine erste Bilanz in Bezug auf Frau Steinbach und ihr wirken als Bürgermeisterin.

„Eine Bilanz im Hinblick auf das Wirken von Frau Steinbach ist schwer zu ziehen. Es lässt sich eigentlich, und dies ist schon das Problem, keine Bilanz ziehen über ihre Arbeit. Sie ist bis jetzt noch nicht mit einer Entscheidung wirklich in Erscheinung getreten.“ Der Fraktionsvorsitzende kann eigentlich nur feststellen, dass sie die Vorlagen, die noch unter dem vorherigen Bürgermeister erstellt wurden, weitergeleitet hat. Eine eigene Aktivität ist bis jetzt jedenfalls für seine Fraktion nicht zu erkennen. Oder soll die Mitteilung, dass der Neujahrsempfang der Gemeinde in veränderter Form durchgeführt wird, alles sein, was nach 100 Tagen zu Buche steht, fragt sich Schmid.

Frau Steinbach ist mit dem Slogan „Weil sie es kann“ angetreten. Schon nach der Wahl hat sich die CDU gefragt, ob sie es kann. Den Beweis ist sie bis heute schuldig geblieben.

Die Frage wie es finanziell weiter geht ist für die CDU offener den je. Nach den Auflagen, die der Landrat zum Haushalt gemacht hat, wäre nach der Meinung der CDU dringender Handlungsbedarf angezeigt gewesen. Dies, zumal es vom Gemeindevorstand hieß, alles beruhe nur auf einem Rechenfehler. Diese Frage ist bis heute noch nicht geklärt. Sollte es sich nicht um einen Rechenfehler handeln, müsste die Gemeinde erhebliche Einsparungen vornehmen. Hier keine Klarheit geschaffen zu haben ist ein großes Problem- nicht nur für die Beurteilung von Frau Steinbach, sondern für die ganze Gemeinde.

Frau Steinbach sollte endlich handeln und sich nicht hinter angeblichen „Altlasten“ des Vorgängers verstecken. Oder hat sie vergessen, dass sie als damalige SPD- Fraktionsvorsitzende einen erheblichen Anteil an der Anhäufung dieser „Altlasten“ habe. Wie sich doch Perspektiven der Bewertung ändern könnten, sei schon erstaunlich, meint der CDU Fraktionsvorsitzende- bei Steinbach, so Schmid, kann zur Zeit nichts drüber gesagt werden, was sie in den 100 Tagen gemacht hat. Aber, dass was sie nicht gemacht hat, sei viel schwerwiegender. Er hofft mit seiner Fraktion, dass jetzt endlich etwas in dieser Frage passiert.