Echo Podium zur Landratswahl

Ursula Kraft stellte sich gemeinsam mit den anderen Landratskandidaten einer Podiumsdiskussion und konnte dabei klar punkten.

Mit sachlichen und vernünftigen Erklärungen behauptete sie sich gegen die Wolkenkuckucksheime ihrer Konkurrenten. Die Kreisfinanzen, so die Herren Will (SPD) und Schulmeyer (Die Linke - Kommunistengesindel), könnten nur durch Land und Bund saniert werden, eigene Einsparungen seien undenkbar. Im Gegenteil stellten beide eine 'Wünsch-Dir-was-Liste' für noch mehr Ausgaben auf.

Kraft, selber Unternehmerin, kündigte an, den Kreis wirtschaftfähiger zu machen und die Ausgabenseite auf ihre Notwendigkeit zu überprüfen. 'Wenn Ausgaben getätigt werden, dann so, dass es Sinn macht', als Beispiel hierfür nannte sie den erfolglosen Kampf des Kreises gegen den Flughafenausbau. 'Die 2,5 Millionen Euro über die letzten zehn Jahre hätte man besser direkt in Lärmschutzmaßnahmen gesteckt und parallel das konstruktive Gespräch mit dem Flughafenbetreiber gesucht - dabei wäre tatsächlich Lärmschutz für die Bürgerinnen und Bürger rausgekommen.'
Will und Schulmeyer hingegen kündigten an, unbeirrt von der Erfolglosigkeit am Weg des Fundamentalwiderstandes festhalten zu wollen.

Beim Thema Schulspeisung konnte Kraft ihren Konkurrenten Will erfolgreich in die Ecke drängen. Will musste einräumen, dass die geplanten 12 Millionen Euro pro Jahr für kostenlose Mittagessen lediglich die heutige Zahl der Ganztagsschüler abdecken. Für weitere Mahlzeiten müsse noch tiefer in die Tasche gegriffen werden, zumal auch die notwendigte Infrastruktur an den übrigen Schulen nicht geschaffen sei und weitere Kosten verursachen werde.

Beim Thema Energiepolitik gingen die Fantasiepferde der männlichen Bewerber erneut durch. Beide wollten sich für eine Abschaltung des Kernkraftwerkes Biblis A stark machen, freilich ohne dabei zu erwähnen, dass der Landrat des Kreises Groß-Gerau hier überhaupt keinen Einfluss hat. Kraft hingegen betonte, dass man ebenso wie beim Flughafen das konstruktive Gespräch suchen werde, um sicherzustellen, dass die notwendigen Sicherheitsstandards eingehalten werden.

 

Fotos: Echo! Online