Bedauerlich

Als für die weitere Entwicklung der Gemeinde äußerst bedauerlich bezeichneten die CDU- Gemeindeverbandsvorsitzende Sabine Bächle-Scholz und CDU-Fraktionsvorsitzende Helmut Schmid die Aufhebung eines Bauvorbescheides zur Errichtung eines großflächigen Einzelhandelsvorhabens am Schindberg durch das Verwaltungsgericht Darmstadt. Geklagt hatte die Stadt Rüsselsheim mit der Begründung und unter Vorlage eines von ihr selbst in Auftrag gegebenen Marktgutachtens, es sei zu befürchten, dass von dem geplanten Vorhaben schädliche Auswirkungen auf zentrale Versorgungsbereiche der Stadt ausgingen - insbesondere sei mit einer erheblichen Umsatzumverteilung zu Lasten der Rüsselsheimer Innenstadt auszugehen. Dem folgte das Gericht. Nur schwer verständlich und für den Bürger nicht nachvollziehbar sei es, dass ausgerechnet die Stadt Rüsselheim, die ihre eigene Innenstadt veröden lasse und selbst in den vergangenen Jahren Supermärkte , und andere Verkaufsflächen bis fast an die Gemarkungsgrenzen von Bischofsheim genehmigt habe, von der Errichtung eines Einzelhandelsvorhabens am Schindberg nunmehr aber eine große Gefährdung für die Rüsselsheimer Innenstadt ausgehe. Falls sich diese Auffassung festsetze, befürchten die CDU-Vertreter schweren Schaden für die weitere wirtschaftliche Entwicklung Bischofsheims, insbesondere unter dem Aspekt des Ausfalls von Gewerbesteuer für die Gemeinde. Die CDU-Führung fordert daher den Bürgermeister und den Gemeindevorstand auf sich eingehend mit dem Urteil zu befassen und alles rechtlich Mögliche zu unternehmen um weiteren Schaden von der Gemeinde abzuwenden. Insbesondere eine umfassende Information der Gemeindevertretung über diesen untragbaren Sachverhalt hält die CDU für dringend geboten, damit entschieden werden kann, ob weitere rechtliche Schritte eingeleitet werden sollen.